Eppelein von Gailingen

Eppelein von Gailingen

Der zum Raubritter gewordene Eppelein von Gailingen hat sich im 14. Jahrhundert vor allem gegen die Nürnberger Kaufleute, die sogenannten "Pfeffersäcke" gewandt. So oft er konnte, überfiel er deren Handelszüge und teilte die Beute - so die Legende - mit den armen Bauern im Nürnberger Land. Die Nürnberger hatten ihn bereits 1378 gefangen genommen. Doch mit einem kühnen Sprung über die Burgmauer konnte er sich vor der sicheren Hinrichtung retten. Der Hufabdruck seines treuen Rappen kann man noch heute auf der Burgmauer der Kaiserburg bewundern. Die Nürnberger hängen doch keinen, hätten sie ihn denn zuvor.

Durch Verrat konnte er 1381 in Postbauer gefangen genommen werden, verbrachte eine Nacht in der Burg Burgthann und wurde am 15.05.1381 in Neumarkt mit seinen Kumpanen gerädert bzw. enthauptet. Eine Stele hinter dem heutigen Bahnhof von Neumarkt erinnert an diese Hinrichtung.

Der Schauspieler, Pantomime und Regisseur Werner Müller, Rektor einer Hauptschule in Nürnberg, verfasste exklusiv für die Fördergemeinschaft Burg Burgthann - kurz Burgverein - 2005 ein Volksstück über den fränkischen Raubritter in siebzehn Szenen als "ehrlichen Strauchdieb". Seither veranstaltet der Burgverein im dreijährigen Rhythmus auf Initiative des ehemaligen Burgthanner Rektors und Wallenstein-Darstellers Helmut Buchner das Volksstück mit über 60 Laiendarstellern im Innenhof der Burg Burgthann.

Der Burgverein wünscht allen Besuchern viel Freude, Entspannung und Unterhaltung während der Aufführungen.

July 2023
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