KUNST LESEN: Anja Hirsch

KUNST LESEN: Anja Hirsch

Was von Dora blieb

KUNST LESEN – So lautet der Titel des gemeinsamen Literaturformats von Kunstmuseum Bochum und Literaturbüro Ruhr, das mit Unterstützung der Kunststiftung NRW auf die Beine gestellt wird. Der Kunstbetrieb, die unterschiedlichen Rollen von Künstlerinnen und Künstlern aus literarischer Perspektive betrachtet, stehen hier monatlich im Fokus.

„Das Ruhrgebiet (…) entpuppt sich in diesem Generationenroman als Keimzelle der Kunstavantgarde des frühen 20. Jahrhunderts.“
Buchreport

Isa steckt in einer Ehekrise. Tief verletzt flüchtet sie an den Bodensee. Im Gepäck alte Briefe und Tagebücher ihrer Großmutter Dora. Um auf andere Gedanken zu kommen, befasst sie sich mit deren Geschichte: Dora studierte in den 1920er Jahren zusammen mit dem Bergarbeitersohn Frantek und der extravaganten Maritz am Bauhaus des Ruhrgebiets, der heutigen Folkwangschule. Aus einer intensiven Freundschaft entsteht ein Liebesdreieck. Später heiratet Dora einen Verwaltungsdirektor der I.G. Farben. Gesprochen wurde darüber in Isas Familie kaum. Welche Rolle spielte Isas Großvater im Zweiten Weltkrieg und warum besuchte ihr Vater eine der berüchtigten Napola-Schulen? Je tiefer Isa in ihre Familiengeschichte vordringt, umso klarer wird ihr Blick auf Dora – und auf sich selbst.
Die Literaturwissenschaftlerin und Journalistin Anja Hirsch lebt in Unna. »Was von Dora blieb« ist ihr Debüt.

Die August-Veranstaltung ist Bestandteil der Aktion „Literatur100“ des Literaturgebiet Ruhr

Date & Time

07.08.2021
15:00

Location

Kunstmuseum Bochum
Kortumstraße 147
44787 Bochum