Nadeschda heißt Hoffnung

Nadeschda heißt Hoffnung

das dokumentartheater berlin

Die Geschichte einer Jahrhundertzeugin

Nadeschda Slessarewa wird am 23. September 1930 in Dnjepropetrowsk / Ukraine geboren. Sie wird Zeugin von Stalins Holodomor, Stalins Erschießungen, des Nazi-Terrors im Zweiten Weltkrieg mit der Verschleppung zur Zwangsarbeit nach Deutschland. Sie wird im Winter 1943 / 1944 von den Nazis 700 Kilometer zu Fuß Richtung Deutschland getrieben, durchlebt u.a. das Konzentrationslager Stutthof und wird als junges Mädchen für medizinische Experimente missbraucht. Sie hat überlebt, und sie ist eine der letzten ZeitzeugInnen – die besten Geschichtsbücher, die man sich vorstellen kann. Als sie nach dem Krieg durch das zerbombte Kiew geht, steht für sie fest: “Ich werde diese Stadt wieder mit aufbauen!“ Sie wird Ingenieurin und leitet als eine der ersten Frauen u.a. große Bauvorhaben in der Kiewer Metro. Ihr Leben widmet sie später unermüdlich der Arbeit gegen das Vergessen in Form ungezählter Bücher, die sie schrieb, Begegnungsprojekten mit Jugendlichen und Theaterarbeit. Sie ist Chronistin dieses Jahrhunderts und Weltbürgerin, eine Frau, vor der sich das Ensemble zutiefst verneigt. Im August letzten Jahres hat sie das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen und wird als Ehrengast zur Vorstellung anwesend sein.

In Zeiten wie diesen…
„Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.“
(George Santayana)

Date & Time

23.02.2020
19:30

Doors open

From: 23.02.2020 19:00
To: 23.02.2020 19:30

Location

JugendKulturZentrum PUMPE
Lützowstraße 42
10785 Berlin