ELFENBEIN

ELFENBEIN

BOUIZEDKANE/JERAT/KONATÉ/REIMANN/WOLFF (LEIPZIG)
ELFENBEIN – EINE PERFORMATIVE ANNÄHERUNG AN EIN FLEISCHLOSES ERBE

Welche sichtbaren und unsichtbaren Vermächtnisse tragen wir mit uns herum? Ein Elfenbeinzahn gibt seiner zukünftigen Erbin und vier Performance-Künstlerinnen Anlass für die Suche nach Verantwortung in einer Gesellschaft, deren koloniales Erbe bis heute in Museen, Kellern und Körpern haust.

Ein Elfenbein – wer war der Elefant?
Der Mörder – ein Opa mit „Großmannsphantasien“ auf Safari.
Elefanten weinen nicht, sie trauern.


Koloniales Erbe liegt nicht nur in den Archiven europäischer Museen, sondern lehnt manchmal auch neben dem Küchenschrank, in Form eines ein Meter großen Elfenbeinzahns: Der Großvater hat in den 1970er Jahren den Elefanten erschossen. Wohin gehört dieser Zahn? Was macht das koloniale Erbe mit den Erbenden?

Mit ELFENBEIN sucht die neu formierte Gruppe – mit Ahnen im globalen Süden und Norden – einen Umgang mit vererbter Kolonialität. Zwischen Trauerritualen, familiärer Spurensuche und spekulativer Science-Fiction wollen sie fleischloses Erbe greifbar machen und dort Geschichten hinfabulieren, wo weiße, patriarchale Archive Leerstellen lassen.

Am Samstag, den 01. Oktober findet um 18:00 Uhr das SYMPOSIUM: RAUBKUNST in Kooperation mit ARD Podcast statt.