DIESEN MANGEL NEHMEN WIR PERSÖNLICH

ADELE DITTRICH FRYDETZKI & KO. (DRESDEN/LEIPZIG)

In der Performance DIESEN MANGEL NEHMEN WIR PERSÖNLICH bearbeitet die kurz nach der Wende im Osten geborene Künstlerin ihren eigenen Mangel an DDR-Erfahrung. Sie sucht nach feministischen Vorbildern im noch nicht verschwundenen aber wenig erzählten Erbe von DDR-Aktionskunst und Ost-Punk.

Adele ist junge Künstlerin, 1990 zufällig in Ostberlin geboren. Man sagt, Adele habe die DDR nicht mehr erlebt. Man sagt, schau nicht zurück. Man sagt, die Geschichte hat es schon gezeigt. Adele sagt: Da fehlt aber etwas. In den Büchern, den Museen und im Familienarchiv. Adele fragt: Welche Zukünfte sind in diesen Leerstellen verloren gegangen?
In einem vielstimmigen szenischen Aufbau betrachten Adele und ihre Kollaborateur*innen den Moment ‘89 und das zögerliche Ver-Sprechen danach. Anstiftungen finden sie in den Perspektiven ihrer Zeitgenoss*innen genauso wie bei ihren Vorgänger*innen der Aktionskunst der späten DDR.