Die lange Reise des Herrn K.

Das dokumentarische Theaterstück basiert auf einer wahren Geschichte. Während des 2. Weltkrieges verschleppten die Wehrmacht und die SS Millionen von Menschen ins „Deutsche Reich“. Einer von ihnen ist der Vater von Herrn K.

Fünfzig Jahre später wird die Mauer des Schweigens gebrochen. Herr K. erfährt, dass sein leiblicher Vater bis zum Kriegsende Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter im Hitler-Deutschland war.

Mit Geduld, Akribie und Besessenheit sucht er nach dem unbekannten Vater.

Darüber hinaus erzählt das Theaterstück von den zerstörerischen, psychischen Auswirkungen, die dieses Geheimnis auf Herr K. und seine Familie bis heute hat.

Grundlage für dieses Vorhaben waren ausführliche Gespräche des Autors mit dem Zeitzeugen, auf dem die wahre Geschichte beruht. Aus psychotherapeutischer Sich ist das Erlebte rund um die unklare und unerwünschte Herkunft eine wesentliche Ursache, warum Herr K. - und andere mit ähnlicher Geschichte - tief traumatisiert sind.

In diesem inklusiven Projekt haben die Ensemble-Mitglieder zum Teil Erfahrung mit psychischen Krisen. Andere kommen aus Ländern, in denen Krieg und Gewalt herrscht(e) und das Thema der unbekannten oder unerwünschten Herkunft ebenso eine große Rolle spielt.

Buch und Regie: Peter Lanzoni
Regieassistenz: Katja Wiggers
Bühnenbild und Kostüme: Luise Czerwonatis
Ensemble: Abdulrhman Bghdadi, Verena Bittner, Kalle Dittmann, Rita Frömming, Carola Gärtner, Doris Köster, Heike Markowitz, Jeanette Mpho Mosala, Frank Richter, Heike Wandke , Bernd Wieben, Annette Zieren, Maribel Troncoso Zmorano
Ton/Stimme aus dem Off: Holger Löwenberg
Foto: Irma Hegger
Fotos während der Vorstellung: Originalfotos von Herrn K.

Förderer: Aktion Mensch, Hamburger Behörde für Kultur und Medien
Kooperationspartner: Hamburgische Brücke, Die Fähre, Pestalozzi Stiftung

Datum & Uhrzeit

25.04.2020
20:00

Einlass

Von: 25.04.2020 19:45
Bis: 25.04.2020 20:00

Location

Mut!Theater
Amandastraße 58
20357 Hamburg