In der Sache J. Robert Oppenheimer

In der Sache J. Robert Oppenheimer

Wird Kipphardts In der Sache J. Robert Oppenheimer aufgeführt, sollte gefragt werden (und erstaunlicherweise werden wir wahrscheinlich die ersten überhaupt sein, die diese Frage stellen), warum soviel eher pazifistische, friedfertige Menschen, sich zusammentun und eine Bombe bauen.

Dabei ist davon auszugehen, daß diese Menschen, als sie die Arbeit aufnahmen, nicht an den Abwurf in Japan dachten, sondern an einen Einsatz - oder eine präventive Verwendung - gegen das den Nazi unterworfene Deutschland.

Ich (Abraham Teuter, der Regisseur) glaube, daß diese Menschen, die Physiker, mit einer anderen Betroffenheit an die Herstellung der Bombe gingen, weil neben der politisch, ethischen Einsicht der persönliche Schmerz sie bestimmte, da sie größtenteils jüdische Flüchtlinge aus Deutschland waren.

Welches Denken es darüber hinaus im Amerika des Antikommunismus (und nicht nur dort und nicht nur damals) gab, zeigt das Stück klar und bedrückend, manchmal auch grotesk komisch.